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FunktionsweiseDer Phonograph bestand aus einer mit einem Stanniolblatt bezogenen Walze. Vor der Walze stand ein Trichter, dessen Ende durch eine dünne Membrane abgeschlossen wurde, an welcher eine Nadel befestigt war. Edisons PhonographAuf der Oberfläche des Zylinders ist eine schraubenförmige Rinne von derselben Steigung wie die Schraube A' eingegraben.Ein Messingzylinder C wird von einer Achse A–A' getragen, in deren eine Hälfte A' ein Schraubengewinde eingeschnitten ist, dem das eine Achsenlager als Mutter dient. Der Zylinder wird mit einem dünnen Stanniolblatt überzogen und ist nun zum Empfang der Zeichen bereit. Zeichengebender Apparat des PhonographenDer zeichengebende Apparat besteht aus einem Mundstück D, in dem eine dünne Platte E angebracht ist, welche durch Vermittelung der Dämpfer F (Stücke von Kautschukschläuchen) den von einer Metallfeder getragenen Stift G sanft gegen den Zylinder drückt, so dass der ruhende Stift, wenn die Kurbel B gedreht wird, eine der Rinne des Zylinders folgende Schraubenlinie beschreiben würde. Dreht man jetzt die Kurbel wie anfangs, so versetzt der Stift, indem er den Vertiefungen des Stanniolblattes folgt, die Metallplatte in Schwingungen, welche mit denjenigen, die sie vorher beim Aufzeichnen gemacht hatte, übereinstimmen.Spricht man nun in das Mundstück, während der Zylinder gleichmäßig gedreht wird, so vibriert die Metallplatte, und der Stift bringt auf dem Stanniolblatt Eindrücke hervor, welche den gesprochenen Lauten vollkommen entsprechen. Um diese wieder hervorbringen, schlägt man den Zeichengeber zurück, dreht den Zylinder rückwärts und bringt Stift und Mundstück wieder in die anfängliche Lage. Sprach man, während die Walze langsam gedreht wurde, in den Trichter hinein, wurde die Membrane durch die Schallschwingungen der Luft auf und ab bewegt und die Nadel ritzte die Töne in verschieden tiefen Eindrücken als wellenförmige Erhöhungen und Vertiefungen in die Stanniolfolie ein. Führte man nun die Walze wieder unter der Nadel mit der gleichen Geschwindigkeit durch, so bewegte die aufgezeichnete Tonspur über die Nadel die Membrane, und die Schwingungen wurden wieder im Trichter hörbar. Noch war keine Vervielfältigung, also die Erstellung einer Kopie, möglich, so dass jede Walze einzeln besprochen wurde. Der Ton wirkte blechern und flach. Edison-Blank, Leerwalze zur SelbstaufnahmeAb 1888 verwendete Edison Walzen aus einem speziellen Wachs. Dies verbesserte die Klangqualität erheblich. Die ersten zu befriedigender Musikwiedergabe geeigneten, haltbaren Walzen erfand 1893 der französische Uhrmacher Henri Lioret, der anstelle des Wachses Zelluloid einsetzte. Seine Walzen blieben kommerziell erfolglos, weil es auch ihm nicht gelang, ein praxistaugliches Kopierverfahren zu entwickeln. Die Walzen liefen in der Regel mit einer Geschwindigkeit von 120, 125, 144 oder 160 Umdrehungen pro Minute, Sprachaufnahmen auch langsamer. Der größte Vorteil des Phonographen war die Möglichkeit zur Selbstaufnahme von unbespielten Walzen.Für Edisons Wachswalzen wurden dagegen ab 1893 pantographische 1:1 Kopiermaschinen eingesetzt, die weitestgehend ab 1902 durch das Goldguss-Verfahren abgelöst wurden. Die Spieldauer betrug ungefähr zwei bis zweieinhalb Minuten. Dieser verwendete Walzen aus Pappe, die mit Wachs beschichtet waren.Das Aufnahmematerial Wachs hatte Edison ursprünglich von Bell und Tainter übernommen, die bereits 1886 einen verbesserten Phonographen konstruiert hatten. Edison lehnte jedoch jegliche Zusammenarbeit ab. Kurz darauf wurde die Columbia Graphophone Company als Konkurrenzbetrieb gegründet. ogg“">Lizenz). 1905 ? /
Spezielle Wachswalzen-Geräte mit Aufnahmefunktion blieben in den USA aber noch bis in die 50er Jahre als Diktiergeräte für den Büroeinsatz auf dem Markt.Im Herbst 1929 musste Edison infolge der Weltwirtschaftskrise die gesamte Tonträgerherstellung aufgeben; damit endete die Ära des Phonographen als Unterhaltungsgerät. | |||